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Technik und Fortschritt im Römischen Reich

Auch wenn das römische Reich technologisch sehr weit fortgeschritten war, war die Technik häufig nur den wohlhabenden Menschen der Stadt vorenthalten. Viele Menschen, vor allem in Dörfern oder Soldaten auf dem Feld, hatten nur einen sehr begrenzten Zugang zu Hilfsmitteln und Technologie. Außerdem waren viele technische Errungenschaften, die für uns heute selbstverständlich sind in der damaligen Zeit nicht verfügbar.

Musik und Unterhaltung

So wurde Musik in der Form von Live Musik durch Bands und Gruppen im Rahmen von Konzerten und Veranstaltungen aufgeführt. Diese Events fanden in der Regel an einem zentralen Ort, zum Beispiel dem Stadtplatz oder in einer größeren Taverne statt. Ebenfalls mussten die Römer auf moderne Technik, wie zum Beispiel einen Fernseher verzichten. Dennoch kam das Angebot an Unterhaltung und Spaß auch ohne die Technik nicht zu kurz. Gladiatorenkämpfe im Kolosseum waren nicht nur spannend, sondern mit etwas Glück auch gewinnbringend.

Pferde- und Trabrennen, wie sie zum Beispiel im Circus Maximus stattfanden zogen ebenfalls eine ganze Menge Menschen an, die einfach nur Spaß an dem Event hatten, oder sich einen Sieg ihres Pferdes herbeisehnten um einen Gewinn mit nach hause zu nehmen. Darüber hinaus gab es sowohl Theater und Amphitheater, in denen Aufführungen und Theaterspiele stattfanden. Außerdem war es üblich, öffentlich zu bestimmten Zeiten oder vor Events, wie zum Beispiel den Gladiatorenkämpfen, so genannte Prozessionen und Schauspiele abzuhalten. Dabei wurden in der Regel die verschiedenen Götterbilder in einem Spektakel vorgetragen und zum Beispiel die Geschichten der Götter, ihre Lebenswerke oder ihre größten Kämpfe erzählt und häufig nachgestellt.

Körperhygiene und Pflege

Vor allem für Männer ist zu erwähnen, dass das Rasieren in der damaligen Zeit ebenfalls etwas ganz besonderes war. Einen Rasierer wie er uns heute bekannt ist, hatten die Römer nämlich nicht. Stattdessen wurden Messerklingen verwendet, mit denen sich die wohlhabenden Römer rasieren ließen. Als Rasierer gab es lediglich etwas, dass einem heutigem Bart Trimmer ähnelt. Mit diesem konnte man einen einfachen Bart scheren, aber weitere Möglichkeiten gab es nicht. Wasser gab es zwar in der Regel zur Genüge, aber vor allem außerhalb der Städte oder auf dem Feld fehlte es an Seife. Duschgel in der heutigen Form oder Shampoo kannten die Römer nicht.

Technik und Wissenschaft

Auf der anderen Seite waren Technik und Wissenschaft vor allem im Bereich der Waffen und der Baukunst weit vorn. Die Römer hatte nicht nur moderne Waffen und Schutzausrüstung, sondern waren auch bekannt für ihre imposanten Bauwerke, die häufig wie Wunder der Architektur wirkten. Auch die Medizin war für damalige Verhältnisse weit fortgeschritten und die Römer kannten bereits viele Krankheiten und Verletzungen. Auch einfache Medikamente waren bereits vorhanden, so wusste man zum Beispiel Schmerzen zu lindern, Leute schlafen zu legen oder den Magen zu reinigen. Vor allem in den großen Städten war die medizinische Versorgung für die damaligen Verhältnisse ausgezeichnet und die Bewohner waren bestens abgesichtert. Viele, vor allem ärmere, Menschen konnten sich die Behandlung jedoch oftmals nicht leisten oder es fehlten die Mittel zum Kauf von wichtigen Medikamenten.

Sie wurden entweder durch Spenden oder gratis behandelt, oder aber Ihnen blieb der Zugang zur medizinischen Versorgung verwehrt. Zudem gab es sowohl Universitäten als auch Apotheken, zu denen besser gestellte Menschen und Häuser Zugang hatten.

Karriere im römischen Reich

Arbeit und Berufe im Römischen Reich

Das Römische Reich war seiner Zeit eines der modernsten und größten Weltreiche und das mächtigste Imperium in Europa. Zahlreiche Berufe, die es auch heute noch gibt, haben ihren Ursprung im Römischen Reich beziehungsweise waren auch zu dieser Zeit schon bekannt.

Architketen und Baumeister – Die Elite ihrer Zeit

Eine Berufsgruppe, die es damals schon gab, sind die Architekten, die als Baumeister den Bau und die Planung von Gebäuden überwachten. Teilweise waren Sie für die Planung ganzer Städte oder Länder verantwortlich. Auch Köche, Schankwirte und Händler gab es bereits im alten Rom. Sie waren damals wichtige Quelle für Nahrungsmittel oder verantwortlich für das Vergnügen und den Spaß der Bevölkerung. Musik, Tanz und Festlichkeiten wurden häufig zumindest durch die Unterstützung der Tavernen organisiert.

Eine besondere Verantwortung – Der Legionär

Ein besonders prestigeträchtiger Beruf war der Legionär. Ein einfacher Legionssoldat, der sein Leben der Verteidigung des römischen Reiches bzw. der Vernichtung seiner Gegner widmete. Egal ob als Stadtwache, in der Garnison oder als Teil einer Offensive, das Leben eines Legionärs war nie langweilig und häufig gefährlich. Machte ein Legionär seine Arbeit gut und zeigte neben Talent auch Mut und Initiative, konnten er in den prestigeträchtigen Rang des Centurio aufsteigen. Darüber hinaus brachte gute Arbeit und Ehre im Dienst das Ansehen des Hauses und der Familie nach oben und konnte sogar das Aufsehen des Senats erwecken. In manchen Fällen führte der Heldentum eines Legionärs zu einem Senatssitz oder sogar zur Herrschaft über das Reich.

Berufe in Medizin und Wissenschaft

Darüber hinaus gab es auch damals schon Berufe wie Forscher, Krankenschwestern oder Ärzte, die mit den Mitteln ihrer Zeit die Technik voran brachten, Krankheiten und Seuchen eindämmten oder den Kranken, Alten und Verwundeten wieder zur Gesundheit verschafften. Eine weitere wichtige Profession bei den Römern war außerdem der Immobilienmakler. Er war damals wie heute verantwortlich für die Vermittlung von Immobilien bzw. den Kauf und den Verkauf. Er war vor allem für die gehobenen Stadtmenschen mit Wohlstand erster Ansprechpartner, wenn es um die Suche oder den Verkauf von Häusern, Unternehmen oder anderem Eigentum ging. Darüber hinaus konnten Immobilienmakler auch direkt für den Imperator bzw. den Senat im Namen des römischen Reiches unterwegs sein, um strategisch wichtige oder nützliche Gebäude zu erkunden und in den Besitz des Imperiums zu bringen. Immobilienmakler waren daher in der Regel hoch angesehen, hatten einen guten Stand und waren generell ein wichtiger Bestandteil der Oberklasse. Damals brauchte man sogar, anders als heute, eine Immobilienmakler Ausbildung um den Job auszuüben!

Ausbildung und Studium – Die Lehrer und Magister des alten Rom

Eine weitere Klasse Studierter, die ebenfalls sehr hoch angesehen war und einen besonders wichtigen Stellenwert hatte, waren die Magister oder Lehrer. Während reiche Familien einen Privatlehrer hatten, gab es in den Städten auch häufig kostenpflichtige Schulen. Die Lehrer wie auch die Schulen waren mit modernen Hilfsmitteln ausgestattet und leisteten für damalige Verhältnisse exzellente Arbeit in der Ausbildung von Schülern. An den Universitäten lehrten sie zudem besonders talentierten Studenten die Facetten von anspruchsvollen Berufen wie Arzt, Apotheker oder anderen Tätigkeiten. Letztendlich war das römische Reich auch die Geburtsstunde der modernen Universitäten.