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Das römische Militär

Das römische Militär war eines der größten und am Besten organisierten Streitkräfte seiner Zeit. Die meisten Armeen der anderen Länder hatten häufig keine Chance gegen die Organisation und Kampfkunst der Legionäre, sodass die Römer in relativ kurzer Zeit zahlreiche Eroberungen vollbrachten und zu gefürchteten Kämpfern wurden.

Struktur und Einheiten der Römischen Armee

Neben den einfachen Legionären setzten die Römer zudem eine Reihe weiterer Geräte und Einheiten ein. So gab es Diplomaten, Spione und verschiedene Klassen der Kavallerie. Für die Belagerung oder die Eroberung von Städten und Dörfern gab es zudem Katapulte, Rammböcke und andere Hilfsmittel, die – teilweise durch Metall verstärkt – selbst die dicksten Festungsmauern nach einiger Zeit durchdringen konnten. Geführt wurden die verschiedenen Gruppen der Legionäre an erster Stelle von Centurios. Sie sind etwa vergleichbar mit einem Leutnant oder Hauptmann. Die Centurios ihrerseits unterstehen in der Regel direkt einem Armeekommandeur oder einen Divisionskommandanten.

Die Ausrüstung der Legionäre

Die Standardausrüstung der römischen Legionäre war eine rote Uniform, mit einem rechteckigen Schild und einem Kurzschwert der Legion. Darüber hinaus waren die römischen Legionäre mit Helmen ausgestattet. Der Helm eines Centurios trug zudem einen roten Kamm, um seinen Rang auszudrücken. Die Uniform eines römischen Soldaten war immer in einem Topzustand und bestens gepflegt. Dabei war es egal, ob es sich um einen einfachen Legionär oder einen Centurio handelte. Die Uniform war ein Statussymbol und repräsentierte nicht nur das römische Reich, sondern auch den Stolz des Träger und daher war die besondere Pflege ein absolutes Muss.

Formationen und Taktik

Für Angriffe wie auch für die Verteidigung setzten die Legionäre verschiedene, damals innovative, Taktiken ein. Dazu gehörten neben der allgemein verwendeten Linien- oder Kastenformation auch spezielle Belagerungsformationen, die Gerät oder wichtiges Personal schützten. Auch Echelon- oder Pfeilformationen wurden häufig verwendet. Kam es zum Kampf, dann überraschten die Legionäre nicht nur mit ihrem Kampfeswillen, sondern auch mit ihrer Disziplin, ihrer großen Menge und der taktischen Disziplin. Nicht selten vielen römische Legionäre, die sich vorher verdeckt gehalten hatten, gegen Ende der Schlacht in die gegnerischen Flanken ein. Der Feind, der den Kampf häufig schon für sich entschieden sah, erlitt dann in den meisten Fällen eine vernichtende Niederlage.

Die Legionen und der Senat

Aktionen und Schlachten der römischen Soldaten wurden vom Senat wie auch von der gehobenen Klasse des Volkes genau beobachtet. Das führte dazu, dass Erfolg oder Heldentun schnell zu unerwartetem Ansehen, Beförderungen oder anderen Aufgaben führen konnte. Auf der anderen Seiten war das Leben von erfolglosen oder gar feigen Legionären in der Regel eher kurz und voller Schande. Darüber hinaus hatten viele Senatsmitglieder Kontrolle und Einfluss über bestimmte Legionen oder Teile der Armee. Befehlshaber von teilweise beachtlichen Legionen unterstanden so auf Wunsch direkt einem Senator. Diese Unterstützung machte die Senatoren beim Militär besonders stark und führte dazu, dass der Senat maßgeblich Mitspracherecht bei militärischen Aktionen hatte und eine immense Kontrolle über die Legionen besaß.